Yorckschlösschen


alles ist voll, verrucht, verraucht,

die Kneipe ist am Bersten

das, was der Mensch so manchmal braucht

findet er hier am ersten:

Tratsch, Weiber, Alkohol und Jazz

Walküren, Pomeranzen,

und wird’s ihm heiß unterm Gesäß

dann schwingt er’s Bein zum Tanzen

da gibt’s den Arzt, den Philosoph,

den Stänkerer, den Stieren,

man streitet übers Apostroph

und lästert bei den Bieren

und ist die Nacht verdampft im Schwall

unzähliger Geschichten,

wir woll’n nicht geh’n! auf keinen Fall!

ein letztes Bier noch sichten!

steht dann das letzte Bier bereit

und sagt uns: „Auf! Verzichten!“

da stellen wir die Beine breit

und sagen: „Nein! Mitnichten!“

doch! greift uns Flügelpaargefieder

dann gehn wir heim

und ganz geheim

im Zimmer greifen wir zur Feder

und wie von wolkenem Katheder

entzünden wir die schönsten Lieder!

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